Landkreis Augsburg startet zum Aktionsplan Inklusion

24. November 2013 | Inklusion

Der Landkreis Augsburg erarbeitet mit betroffenen Bürgern, Vertretern von Verbänden und Behörden einen kommunalen Aktionsplan Inklusion. Die Auftaktveranstaltung in der Singoldhalle Bobingen am 23. November weckt große Hoffnungen.

Landrat Martin Sailer konnte mehr als 100 Teilnehmer begrüßen, darunter Bürgermeister Bernd Müller, Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert, Bezirksräte Manfred Buhl und Volkmar Thumser, die Landtagsabgeordneten Harald Güller und Dr. Simone Strohmayr, die im Kreistag die Aufstellung eines solchen Aktionsplans beantragt hatte. Dabei waren zahlreiche Betroffene aus Behindertenverbänden und Selbsthilfegruppen, Vertreter von Behörden wie Arbeitsagentur und Integrationsfachdienst, Leistungserbringern, Werkstattträgern.

Die Betroffenen reden mit

Wie wichtig die Inklusion den Betroffenen ist, zeigte sich bei der Auswahl der Themen. Mehr als 30 Wortmeldungen führten zu 12 Arbeitsgruppen, von denen jeweils 6 am Vormittag und am Nachmittag tagten, etwa zu den Themenkreisen Wohnen, Schule, Arbeit, Mobilität, Kommunikation. Dort wurden grundlegende Probleme, Forderungen und Lösungsansätze herausgearbeitet, die innerhalb des kommenden Jahres weiter vertieft werden sollen. Ende 2014 soll der Aktionsplan des Landkreises dann fertig sein.

Vorbild für Stadt Augsburg?

Auch in der Stadt Augsburg ist das Thema Inklusion ganz oben angekommen, wie die Tagung "Inklusion braucht Kommunikation" zum Thema unterstützte Kommunikation am 13.11. im Augsburger Rathaus zeigt. Augsburg hat auch einen Behindertenbeirat, in dem die Betroffenen selbst zu Wort kommen; der Landkreis hat so etwas noch nicht. Dennoch: So systematisch und unter Mitwirkung von so vielen Betroffenen hat sich Augsburg noch nicht auf den Weg gemacht. Die Probleme der Menschen mit Behinderung machen an der Landkreisgrenze nicht halt. So besuchen viele Augsburger Schüler die Brunnenschule und das Fritz-Felsenstein-Haus in Königsbrunn. Die Stadt Augsburg sollte also die Arbeit des Landkreises zum Aktionsplan Inklusion beobachten - und weitermachen , wenn der Landkreis im Herbst 2014 sein Projekt abschließt.

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